Training bei Hitze: so bleibst du kühl
Warum Verdunstung kühlt, warum Liquid Ice aufs Band gehört und wie du es beim Laufen, Radfahren und im Kraftraum einsetzt.

Hitze kostet im Training Leistung, lange bevor du es merkst. Die gute Nachricht: Der älteste Kühltrick der Welt funktioniert auch beim Sport. Verdunstung.
Warum Verdunstung kühlt
Schweiß kühlt, weil er verdunstet und dabei Wärme von der Haut mitnimmt. Liquid Ice macht genau das, nur schneller: Die Flüssigkeit aus Wasser, Alkohol, Menthol und Campher verdunstet in Sekunden und fühlt sich sofort kalt an. Kein Akku, kein Eis, kein Kühlschrank. Die Flasche darf warm sein.
An der getränkten Bandage gemessen (Dermatest GmbH, Münster, 2008): 5,8 °C kühlere Haut, und nach zwei Stunden kühlt sie noch. Auf dem Shirt ist das nicht gemessen.
Aufs Band
Auf blanker Haut verdunstet Liquid Ice fast sofort. Der Effekt ist stark, aber kurz. Ein Band, eine Bandage oder ein eng anliegendes Shirt hält die Flüssigkeit fest und gibt sie langsam ab. Deshalb kühlt es dort am längsten.
Faustregel: so viel aufsprühen, dass der Stoff sichtbar feucht ist. Ein knapper Sprühstoß auf ein trockenes Shirt hält kürzer. Wird es warm, sprühst du nach.
Wo es im Training zählt
Laufen
Band oder Shirt vor dem Start einsprühen. Beim Laufen hast du Fahrtwind, und je mehr Luft über den Stoff zieht, desto schneller verdunstet es.
Radfahren
Auf dem Rad ist Wind im Überfluss. Trikot oder Band vor der Ausfahrt einsprühen, in der Pause nachlegen.
Kraftraum und HYROX
Drinnen fehlt der Fahrtwind. Kompressionsshirt oder Ärmel satt einsprühen und zwischen den Sätzen nachlegen.
Was Liquid Ice nicht ersetzt
Trinken, Schatten und Pausen bleiben Pflicht. Liquid Ice ist die Kühlung, die du dabei anziehst.
Ein Team der Lamborghini Super Trofeo kühlt damit an der Strecke, und die US Marines bewerteten Liquid-Ice-Bandagen im Feldtest mit 9,1 von 10 Punkten für die einfache Anwendung.

