Im Einsatz
1998
Wie alles begann
1998 fing alles mit einem Knie an. Vier Jahre später war Liquid Ice live auf BBC One.
Ein Skifahrer mit kaputtem Knie wollte eine Bandage, die anliegt und kühlt. So etwas gab es nicht, also erfand er sie. Dann kamen ein Weltcup-Team, BBC One und das TIME Magazine.
Liquid Ice beginnt mit einem linken Knie. 1998 wollte Gary Hassler zurück auf die Ski, und sein kaputtes Knie hatte andere Pläne. Eine eng anliegende Bandage tat ihm gut. Die Wärme, die sich darunter staute, tat es nicht.
Er suchte also etwas, das beides kann: anliegen und kühlen. Monatelang. Das Ergebnis war eindeutig, so etwas gab es nirgends auf der Welt. Aus dieser Lücke wurde die Idee, die bis heute trägt: eine Bandage, getränkt mit einer Flüssigkeit, die auf dem Stoff verdunstet und dabei Wärme mitnimmt. Eis braucht sie dafür keines, Strom auch nicht.
Ein Skitag in St. Moritz
1999 stand Gary Hassler in St. Moritz auf der Piste, am selben Tag, an dem dort die österreichische Damen-Nationalmannschaft im Weltcup fuhr. Er sprach den Physiotherapeuten des Teams an und erklärte ihm seine Idee. Am nächsten Tag waren die ersten Liquid-Ice-Bandagen im Einsatz.
Ein Weltcup-Team als erste Anwenderinnen, gleich am ersten Tag. Viel besser kann eine Produktgeschichte nicht anfangen.
Gebaut in New Hampshire
Danach ging es schnell, und zwar in den USA. In Kalifornien begann die Forschung, 2001 startete in New Hampshire die Produktion bei der Firma Americool. Der erste Auftritt war ein Triathlon- und Radevent von Timberland, dessen Strecke direkt an den Büros vorbeiführte.
Im Januar 2002 folgte der offizielle Start auf der SIA, der großen Wintersportmesse der USA. Am 1. Mai testete BBC One Liquid Ice live in der Wissenschaftssendung Tomorrow’s World, moderiert vom Olympia-Medaillengewinner Roger Black, mit Wärmebildkamera im Studio. Im Sommer gewann es auf der ISPO in München den DuPont BrandNew Award. Am 5. August schrieb das TIME Magazine darüber, nach Men’s Journal, Self und Popular Science, und das US-Magazin Sports Edge setzte Liquid Ice auf Platz zwei seiner Wahl zum „Sports Product of the Year“. In Deutschland nannte der Kicker es „eine neuentwickelte Kühlflüssigkeit aus den USA“.
Dann kamen die Profis
Im Sommer 2002 nahm der Physiotherapeut der deutschen Fußballnationalmannschaft Liquid Ice mit zur WM nach Japan. 2003 bewerteten US Marines es im Feldtest mit 9,1 von 10. 2004 kühlten Olympiateams aus zehn Nationen in Athen damit. 2011 fuhr es mit Leopard-TREK bei der Tour de France mit, und 2017 bestellte ein Formel-1-Team. Zwei dieser Geschichten stehen hier im Blog: die Marines und Athen.
Was geblieben ist
Seit 1998 hat sich einiges geändert, die Flaschen, die Bänder, die Adresse. Das Prinzip ist dasselbe. Liquid Ice ist eine Flüssigkeit aus Wasser, Alkohol, Menthol und Campher. Auf Stoff verdunstet sie und nimmt dabei Wärme von der Haut mit. Heute füllen wir sie in Klosterneuburg bei Wien ab, als Liquid Ice e.U., und verkauft wird sie seit mehr als zwei Jahrzehnten ohne Unterbrechung.
Die Bandage aus der Anfangszeit gibt es noch, im Kern unverändert: als Self Cooling Bandage, 360 ml Liquid Ice und eine elastische Bandage zum Tränken. Wer lieber sprüht, nimmt die 500-ml-Flasche und sprüht aufs Shirt.


